Mittwoch, 3. August 2016

Bunte Sommerpasta

Sommerferien. Eine Zeit die wir an endlosen Sandstränden und engen Gässchen verbracht haben. In grellem Sonnenschein, dem rauschen des Meeres, dem Gegurgel menschlicher Stimmen in kleinen Restaurants beim Abendessen, der Stille inmitten trockener Hügel das Meer in der Ferne glitzernd. 

Das ist die eine Seite. Dann ist da noch eine andere. Knallrote Touristen in ein bisschen zu engen T-Shirts das mit irgend einem ach so witzigen Spruch versehen ist. Andere die meinen sie hätten es nicht nötig einen Sonnenschirm aufzustellen, dafür aber Obenohne die einzige noch nicht verbrannte Haut der Sonne anpreisen. Da war eine Familie, die ihre Sandalen mitten am Strand in eine fein säuberliche Reihe gestellt hat, dies genau in der Mitte der Strecke zwischen Meer und Liegeplatz. Beim Anblick dessen wurde mir bewusst, dass dies in unserer Familie wohl nie geschehen wird. Wahrscheinlicher ist, dass die Hälfte der Truppe mindestens einen Schuh schon verloren hat bevor wir überhaupt am Strand angekommen sind.... 
Und dann sind da diejenigen die von einer verzweifelten Angst getrieben werden, ihr Essen könnte unterwürzt sein. Diese packen eine, in einem scheinbar eigens dazu angefertigtem Etui mit Reissverschluss liegende, Pfeffermühle am Restauranttisch aus. Ja es ist wahr. Eine sehr edle Pfeffermühle mit Marmorkopf, in praktischer Reisegrösse, aber doch gross genug, dass einem in zwei Wochen der Pfeffer nicht aus geht (oh nein, das währe furchtbar!). Selbstverständlich möchte man als edle-Pfeffermühle-Besitzer seinen kostbaren Pfeffer teilen! Ja, wirklich! Du glaubst mir nicht? Bäugt sich doch eben dieser edle-Pfeffermühle-Besitzer zu unserem Tisch und sagt mit leiser Stimme: "Do you like Pepper?". Wir schauten uns an, unfähig zu antworten, eher aus Angst nicht laut loszulachen. "The best one comes from Cambodia. Do you want to try some?". Erwartungsvoll hielt er seine Pfeffermühle hoch, ich brachte noch immer kein Wort heraus und schüttelte nur den Kopf (obwohl ich eine Pfefferliebhaberin bin). Nun weisst du, was du unbedingt mit auf die nächste Reise nehmen musst!!!

Das Schöne ist, dass der Sommer auch zu Hause noch anhält (auch wenn es schon komisch ist, dass das Wasser im See nicht saltzig ist....) und da Sommer kein Hindernis für Pasta herstellt (zum Glück) lassen sich Farbenfrohe Teller kreieren. 
Zutaten
2 Portionen Spaghetti
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Salz&Pfeffer (vorzugsweise aus Kambodscha!!!)
1 Hand voll Cherrytomaten (juhuu, es wird fleissig rot in unserem Pflanzenkübel!)
1 kleine gelbe Zucchini (juhuu auch vom Balkon!)
1 kleine grüne Zucchini
1 Hand voll Rucola 
2 Zweige Basilikum (ich habe violetten verwendet)
1 Zeig Thymian
Parmesan zum servieren

Zubereitung
Den Knoblauch fein hacken. Die Zucchinis erst in Steifen schneiden und danach quer in feine Stifte schnippeln. Die Tomaten halbieren. 
In einer flachen Pfanne etwas vom Olivenöl erhitzen, den Knoblauch glasig dünsten und die Zucchini dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen die Thymianblättchen abzupfen und unterrühren. Die Tomaten und den Rucola dazugeben, die Hitze reduzieren. 
In der Zwischenzeit die Spaghetti in Salzwasser aldente kochen. Abgiessen (ca. 3 EL des Wassers aufheben) und die Pasta zu dem Gemüse geben und gut vermsichen. Das restliche Olivenöl und einige Löffel Pastawasser dazugeben. Die Basilikumblätter grob zerzupfen und auf den Spaghetti verteilen (die rot geaderten Blätter sind Blutampfer, falls du welche hast, brauche sie!). Mit Parmesan servieren. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen