Donnerstag, 13. Oktober 2016

Porridge mit Apfel

Porridge. So auf Englisch. Aber es scheint als wäre dieses Wort eingedeutscht worden. denn Haferbrei, oder Haferschleim wie die Deutschen auch sagen, klingt nicht gerade edel. Aber ich versichere euch, es ist das gleiche. Man gebe einem grauen Brei einen Hippen Namen (oder einfach den englischen) und schwubs ist jeder verrückt danach. Als Schwedin ist dies allerdings kein neues Frühstück für mich. Wir verschlingenen es seit Generationen zu Hauf. Gerne mit kalter Milch übergossen mit Lingonsylt (Preiselbeermarmalade) oder Apfelmus und Zimt. Und es ist einfach das beste Frühstück. 1. Es ist warm. 2. Es ist gesund (wenn man nicht unmengen an Zimt-Zucker darauf haut). Haferflocken sind reich an Biotin (güt für Haar, Haut und Nerven), Vitamin B1 und B6 (für starke Nerven), ausserdem ist das Getreide reich an Eisen, Magnesium und Balaststoffen. Ein richtiges Supergetreide! 3. Es hält lange satt. 4. Es ist mega fein. 

Diese Argumente sollten ausreichen um dich zu überzeugen. Und wenn nicht. Pff. selber Schuld. Oder aber das Rezept hilft.... 

Haferbrei kann verschieden zubereitet werden. Im Kern lasse ich die Zubereitung immer gleich. Wie in Schweden üblich, bereite ich den Brei mit Wasser zu. Es ist aber auch möglich ihn mit Milch zu kochen, er wird so reichhaltiger. In diesem Rezept habe ich einen geriebenen Apfel und Leinsamen hinzugefügt. Aber das kannst du auch weglassen, oder stattdessen ein paar Heidelbeeren für einen nicht GRAUEN aber BLAUEN Haferbrei. Du siehst, es gibt viele Varianten! 

Aber nun zum Wichtigen. Es ist kalt. Sehr kalt in unserer Wohnung. Wie immer in der Übergangszeit. Echt ätzend. Da es drinnen kälter war als draussen (wirklich) sind die Heizungen jetzt an. Aber irgendwie will es nicht so recht nützen. Komisch. (Unser alter Herd war ja wenigstens behilflich beim Heizen, der hat immer viel Wärme an die Wohnung verteilt, jedenfalls für den Moment, aber beim neuen bleibt die ganze Hitze hinter den Scheiben, wie es sich für einen Ofen gehört. (Schluss jetzt, ich traure ihm nicht nach!)) Aber bis der Winter richtig da ist, und es im Haus wärmer wird (logische Logik) wärme ich meine Hände regelmässig an einer Tasse Tee und an meiner Schale Porridge und bleibe länger unter der Decke als ich sollte (nicht nur ich, auch die Katzen (Cuba sieht man leider nicht so gut auf der dunklen Decke)).

Zutaten
(für 2 Portionen)

Für den Haferbrei
2 dl Hafeflocken 
4 dl Wasser
2 EL Leinsamen
1 Prise Salz
1/2 Apfel

Zum Garnieren
1/2 Apfel
Apfelmus (diesmal nicht selbst gemacht, aber eine leckere Zuckerfreie Variante aus dem Glas)
Zimt
etwas Milch (wenn du willst)
Honig

Zubereitung
Die eine Hälfte des Apfels mit einer Röstiraffel reiben. Haferflocken, Leinsamen, Salz und geriebenen Apfel in eine Pfanne geben. Unter regelmässigem Umrühren zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren und leise 5-10 Minuten (je nach dem wie gross die Haferflocken sind und wie du es magst) gar köcheln. Dabei immer wieder umrühren. 

Zum servieren die andere Hälfte des Apfels in feine Scheiben schneiden, den Haferbrei in eine Schüssel geben einen Löffel Apfelmus dazugeben, die Apfelschnitze darauf verteilen und mit Zimt bestäuben. Zum Schluss einen Schluck Milch in die Schüssel giessen (wenn du willst) und den Haferbrei mit Honig beträufeln. 

Übrigens kannst du Haferbrei / Haferschleim / Gröt / Porridge auch in der Mikrowelle zubereiten. Ich habe es aber noch nie ausbrobiert. Geht schneller und du hast nachher kaum Abwasch. Ui, jetzt wo ich Abwasch erwähne. Haferbrei hockt sehr schnell an, deshalb die Temperatur nicht zu hoch stellen und umrühren, umrühren, umrühren. Sobald du den Brei serviert hast, die Pfanne einweichen, so löst sich die angehockte Schicht schnell.    

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