Dienstag, 9. Mai 2017

Tahini Granola

Es gibt Dinge, die dürfen in keinem Küchenschrank fehlen. Salz zum Beispiel. Ich meinte das eigentlich als Witz, aber dann merkte ich wie ärgerlich es doch wäre, wenn man gerade Spaghetti kochen will und merkt, dass kein Salz da ist... Da wären wir gerade beim nächsten: Pasta. Und gleich nach Pasta kommt Pelati. Dann Zwiebeln und Knoblauch. Reis. Dann Mehl. Ok, ich denke meine Liste könnte ins Unendliche wachsen (was sehr der Realität entsprechen würde, wenn man unseren Küchenschrank betrachtet. Er platzt aus allen Nähten). 
Etwas anderes, dass nicht fehlten sollte, ist Granola. Granola ist ein Lebensretter. Einerseits verschafft es einem einen romantisch, rustikalen Start in den Tag. Als sässe man in seinem Sommerhaus inmitten eines wilden Gartens. Als schiene die Sonne durch das Küchenfenster. Als wäre es der erste Tag der Sommerferien. Wenn man in Wirklichkeit an einem grauen, verregneten und kalten Tag noch schnell schnell etwas frühstückt um dann schnell schnell zur Arbeit zu gehen. Genauso ein Lebensretter ist es, wenn man Abends spät nach Hause kommt. Denn Frühstück zum Abendessen find ich genial (vor allem nach dem Training) (okay, jeden Tag will ich das auch nicht, aber ab und zu). Jedenfalls kommt der Tag an dem der Granolavorrat zur neige geht. Und dann macht man am besten gleich neues, nicht dass man noch in die unangenehme Situation kommt, eine Schale mit Joghurt bereitzustellen, um danach nach dem Granolaglas zu greifen, nur um festzustellen, dass es leer ist... Wobei wir wieder am Anfang der Geschichte wären.

Granolarezepte kann es nicht zu viele geben. Etwas gutes daran ist, dass wenn du einmal ein Grundrezept hast, kannst du es nach Lust und Laune variieren. Und ich will dich wirklich dazu ermuntern, deine eigene Lieblingsmischung zu finden! Man kann eigentlich nichts falsch machen (ausser man vergisst es im Backofen) Ich benutze gerne viele verschiedene Samen und Kerne, um eine breite Palette an Nährstoffen zu erreichen, und mittlerweile ist mein Küchenschrank auch sehr ausgebaut (sprich, ich habe eh immer alles möglich zu Hause), dass dies für mich kein Thema ist. Aber ich verstehe gut, wenn du nicht so viele Dinge zu Hause hast und vielleicht auch nicht alles neu kaufen willst. Falls dem so ist, lass einfach etwas weg und erhöhe die entsprechende Menge bei etwas anderem. So einfach ist das. Und noch etwas bevor wir beginnen: Es gibt viel. Sehr viel Granola mit diesem Rezept (ich will ja nicht gleich nächste Woche wieder welches machen müssen). Ich habe überlegt die Mengen hier zu halbieren. Aber mich dann dich dagegen entschieden, denn wer will nicht ein riesiges Glas Granola zu Hause? Und falls du doch nur weniger haben willst: mach einfach die Hälfte. So, nun sind wir denke ich bereit für das Rezept: los gehts! 
Zutaten
500g Haferflocken
100g Sojaflocken
100g Kürbiskerne
100g Leinsamen
100g Mandeln, grob gehackt
70g Sonnenblumenkerne
50g Chiasamen
50g Hanfsamen
50g Sesam
20g Amaranth, gepufft

50g Tahini
40g Honig
20g Kokosöl (ca. 2 EL)
200g Wasser, lauwarm

80g Rosinen
80g Aprikosen
50g Datteln 

Zubereitung
Heize den Ofen auf 180° vor. Mische alle Zutaten des ersten Abschnitts in einer Schüssel. Mische Tahini, Honig und Öl mit lauwarmen Wasser. Honig und Tahini sollen sich gut im Wasser auflösen. Gib es zu den Haferflocken und vermische alles gut. Kippe die Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech (ein grosses), streiche es gut aus und drücke die Masse etwas an. Backe das Granola 20-30 Minuten. Behalte es im Auge und rühre alle 10 Minuten um. Das Granola soll gleichmässig leicht gebräunt sein. Denke daran, dass es ein bisschen schneller geht, wenn du eine kleinere Menge auf dem Blech hast. Und wichtig zu beachten ist auch, dass das Granola erst richtig knusprig wird, wenn es abgekühlt ist. Also richte dich nach der Farbe und deinem Bauchgefühl. Ich das Granola gleichmässig gebräunt, mische es ein letztes mal und stell den Ofen aus, dann lässt du den Ofen einen Spalt offen und lass das Granola dabei langsam fertig trocknen und auskühlen. Hast du angst, dass der Ofen noch zu heiss ist, lass einfach die Ofentür einige Minuten ganz offen. Ich finde, dass dies eine gute Methode ist um das Granola ganz durchzutrocknen, auserdem ist es einfacher wenn nicht ein Riesen Blech die halbe Küche verstellt (und keine Katzen auf die Idee kommen können ein bisschen zu knabbern). Sobald das Granola ausgekühlt ist kannst du die Trockenfrüchte dazugeben. Schneide die Aprikosen in feine Streifen und zerkleinere die Datteln. Vermische alles gut. Bewahre das Granola luftdicht verpackt auf.   

So. Und nun hast du ein fantastisches Granola zu Hause. Hast du gemerkt? Mal kein Deziliter Rezept. Der Grund dafür ist mir fast ein bisschen peinlich. Aber ich wollte die Kalorien pro Portion ausrechnen, einfach um es mal zu wissen und das habe ich dabei gelernt: Erstens: Die Kalorienmenge des gesamten Granolas ist absurd hoch (logisch). Zweitens: Die Kalorien pro Portion liegen voll im Rahmen. Und nur weil etwas gesund ist (was Granola definitiv ist), heisst das nicht, dass es kalorienarm ist (das umgekehrte gilt übrigens auch). Hier müsste ich eh noch erwähnen, dass ich nur so eine ungefähre Waage besitze... Was für das Rezept an sich nicht schlimm ist, für die genaue Kalorienangabe aber schon. Drittens: Es ist auch eine gute Portion Protein dabei. Und Viertens: der Dreisatz ist sehr nützlich. Damit sei alles gesagt.

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