Dienstag, 3. Oktober 2017

Lemon Meringue Pie


Lemon Meringue Pie. Klingt fancy. Und es ist es auch. Obwohl ich ja immer behaupte ich sei nicht so die Dessertmacherin, mach ich eh sowieso immer Dessert (weil ich es einfach so gerne esse) und normalerweise sind die ja auch nicht schlecht (nur koche ich eben doch ein bisschen besser als ich Süssspeisen zubereite. Und Lemon Meringue Pie ist so eine Art "Signature Dessert" von mir (obwohl, genaugenommen ist es ja ein englischer Klassiker...). jedenfalls backe ich den so alle paar Monate. Und jedes mal - ja jedes mal beginnt es vom Neuen: Ach letztes mal war er ja so gut, wie habe ich ihn gemacht? Ööööö.... keine Ahnung, irgendwie so glaube ich. Ja du ahnst es, nie aber auch nie, habe ich es bisher geschafft das Rezept aufzuschreiben. Jetzt ist es endlich soweit. Mein zukünftiges ich wird es mir danken. Und eines noch vorweg: Ja es ist ein bisschen aufwändiger, da ich die Meringues einzeln backe und nicht direkt auf dem Kuchen, aber es lohnt sich!
So, wer freut sich schon auf eine sonnige Tart mit süssem Mürbeteig, saurer-frischem Lemoncurd und luftigen Meringues?
Zutaten:

Mürbeteig:
200g Mehl
1 Prise Salz
80g Zucker
120g Butter
1 kleines Ei

Lemoncurd:
5 EL Maizena
50g Zucker
3 Zitronen
30g Butter
3 Eigelb
275ml Wasser

Meringues:
1 Eiweiss (ca. 40g)
50g Feinster Zucker


Zubereitung: 
Für den Mürbeteig:
Mehl Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in Stücken dazugeben und mit den Fingern zu einer krümeligen Masse verreiben. Das Ei dazugeben und rasch zu einem kompakten Teig vermischen. Den Teig auf einer Bemehlten Unterlage 3mm dick auswallen. Ich mach dies immer gleich nach der Teigherstellung, denn jetzt ist es noch weich, legt man ihn als Kugel vorher für 30 Minuten in den Kühlschank (wie es in den meisten Rezepten heisst) Wird er schnerr brüchig und lässt sich schlechter auswallen. In ein gebuttertes und gemehltes Wähenblech legen. Die Ränder mit einem Messer schön in Form bringen. Den Teig mit Klarsichtfolie zudecken und für ca. 1Stunde in den Kühlschrank stellen.

Für das Lemoncurd:
In der Zwischenzeit das Lemoncurd zubereiten. In einer kleinen Schüssel Maizena und Zucker mischen. Gerade so viel Wasser hinzugeben, dass sich eine Paste ergibt. Zitronenschale fein abreiben und in eine Pfanne geben. Das restliche Wasser dazugeben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zitronen auspressen und zu der Zucker-Maizena-Paste geben. Die Mischung unter stetigem rühren in die Pfanne geben und leicht köcheln lassen, bis sie eindickt. Die Pfanne vom Herd ziehen und die Butter darin schmelzen lassen. Zum Schluss die Eigelbe hinzugeben und noch einmal gut vermischen. Die Lemoncurd zur Seite stellen (und nicht zu viel schnausen!)

Für die Tart:
Den Ofen auf 220° erhitzen. Den Mürbeteig Blindbacken. Dazu ein Backpapier auf den Teig legen und mit getrockneten Bohnen oder Kichererbsen beschweren. In der Mitte des Ofens 10 Minuten backen. Das Backpapier und die Bohnen entfernen, die Temperatur auf 200° senken und ca. für 8 weitere Minuten backen. Auf einem Gitter etwas auskühlen lassen, so ca. 15 Minuten. Die Ofentemperatur auf 150° senken.
Das Lemoncurd in die Teigform geben und für 25-30 Minuten backen. Scheinen dir die Ränder schon etwas dunkel, kannst du sie mit etwas Aluminiumfolie abdecken, so werden sie nicht noch dunkler.

Für die Meringues:
So noch zum Schluss - die Meringues. Das gute daran, sie einzeln zu machen ist, dass sie knuspriger werden. Logisch, denn es hat dank Abwesenheit der Tart keine zusätzliche Feuchtigkeit im Ofen. Und sie können beim servieren einfach weggelassen werden, fall es jemand nicht so mag.
Also, das Eiweiss steif schlagen und den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Die Masse einige Minuten weiter schlagen bis sie ganz fest ist und glänzt. Den Eischnee in einen Spritzsack geben und auf einem Mit Backpapier ausgelegtem Blech kleine Meringues spritzen. So ca. 2 cm hoch, mit einem Durchmesser von ca. 5 cm. Die Meringues bei 100° 2 Stunden trocknen lassen. Dabei die Ofentür einen Spalt offen lassen (einen Holzlöffel einklemmen).  Den Ofen ausschalten und die Meringues darin auskühlen lassen. Luftdicht verpackt aufbewahren.
Zum Servieren:
Wichtig: Alles muss komplett ausgekühlt sein.
Zum servieren auf jedes Stück ein Meringue setzten. Ich würde nicht gleich den ganzen Kuchen belegen, wenn er nicht auf einmal aufgegessen wird, denn die Meringues werden rasch weich, da sie sich mit Feuchtigkeit vollsaugen. Daher: einfach kurz vor dem servieren belegen. So hat man die Perfekte Kombi: Knuspriges Meringue, dass zusammen mit dem cremigen Lemoncurd leicht, leicht, zäh wird.

So: Obwohl dieses Rezept einem Roman gleicht, hoffe ich sehr, dass du diesen himmlischen Kuchen ausprobieren wirst! Es ist alles nur halb so wild, wenn man mal angefangen hat.    








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